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THEMA: Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution?

Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 19 Jul 2019 20:03 #54164

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Hi,

heinzendres schrieb:

Philzer schrieb: Was verstehst Du denn wieder nicht?
Den Unterschied zwischen 3 und 4 Dimensionalen Erkenntnisapparaten in einer 4D-Welt? (oder lebst Du in einer anderen?)
Also den Unterschied zwischen Fühlen und Denken verstehst Du nicht physikalistisch?

Und also nicht die daraus notwendig resultierenden Verhaltensweisen in der Realität?

Freud lesen, und dann noch bissl mehr, Soziobiologie bspw., und dann noch bissl mehr etc etc :-)


Nee keine Lust auf Penisneid und vorgegebene Denkschablonen .


Aha, was bevorzugst Du? Pragmatischen Meinungsnihilismus? (Sozialisierte Form der R. im Pantheismus der Bourgeoisie ... o.s.ä.)

Es geht nicht darum sich die Denkschablonen (genauer Hypothesen) vorschreiben zu lassen, sondern darüber zu diskutieren.
Oder bspw. andere anzubieten.

Falls jemanden die Psychologie dahinter interessiert:

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heinzendres schrieb: Mit Soziologie habe ich mich befasst kann aber deinen Ausführungen nicht folgen . Was deine 3D / 4D Unterscheidung betrifft ist das ein Alternatives Weltbild .


Nee. Es gibt Erkenntnisapparate welche die Zeit erkennen, und solche die das eben nicht können, weil sie immer nur im Jetzt sind (in einer Mikrozeit - Damasio)
Bei Freud das 'Es'.

Freud: ... das 'Es' scheint die Zeit nicht zu kennen ...

Das kann man bspw. bei Freud oder Damasio lernen.
Und aus den Fähigkeiten dieser Erkenntnisapparate entstehen logischerweise Fähigkeiten der Individuen, und also Verhaltensweisen.

... inwiefern sich Soziologie mit den Folgen der Ignoranz von Kausalität, dem Wild-Wachstumsproblem an sich, also dem Kurzeitverhalten (Eibesfeldt) dieser Spezies beschäftigt hat, weiß ich nicht, ich schrieb Soziobiologie ...

Die 3D/4D-Kognition hat mit alternativem Weltbild nicht die Bohne zu tun.
Es ist eine Abstraktion von mir, die das wesentliche Merkmal entsprechender Erkenntnisapparate exakt auf den Punkt bringt.
Ihr wollt es nur nicht verstehen.

Weil ihr die defizitären Verhaltensweisen, die eben genau daraus resultieren, weiterleben wollt. :-)

(wusste Freud auch schon: narzisstische Kränkung des 'Es', also des 'Chefs' der Einheit ... )


Das kognitive Defizit


mvg Philzer

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Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 19 Jul 2019 20:24 #54165

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Die oder eine 'Grundfrage der Philosophie' mal anders gestellt: :-)
Was ist Primär, Mensch oder seine Gesellschaftsformationen?

Hi,

Sargon schrieb:

Philzer schrieb: Das ist wohl richtig. Deshalb findest Du eben die Antwort auch in der Soziobiologie.
Wenn Du den Menschen verstehen willst, solltest Du weiterhin Freud lesen, 'Das Ich und das Es' und vor allem sein Instanzenmodell verstehen.

Soziobiologie und Freuds Architektur & Dynamik der Psyche erklären manches, greifen aber zu kurz


Das müsstest Du schon näher erklären.

Sargon schrieb: (s. last Post "Polit. Ökonom."):
Allerdings muss man fairerweise dazu sagen, dass es nicht der Mensch an sich ist, sondern zum größten Teil eine Frage der politisch-ökonomischen Gesellschaftssysteme ist.


Ein Fehlschluss.
Alle je existierenden Formationen waren oder sind Werk der Menschen.
Die Menschheit hat sich im 20. Jhrdt. für den Kapitalismus entschieden.
Da gibt es kein Zurück mehr, ist bissl wie beim Brexit, nur ungleich folgenreicher ...

In diesem Fall gehe ich auch mit Harry nicht konform, der lieber vom Kapitalozän spricht, als vom Anthropozän.
Ursache und Wirkung vertauscht.

Es gibt nahezu unendlich viele Belege (Kriege der Zuvielgeborenen - Heinsohn lesen, oder Hinkelammert <- Hinkelammert begreift allerdings die Ursache nicht, Heinsohn schon ...), dass der Mensch schon immer seinen Lebensraum übernutzt hat.
Neu ist lediglich die globale, technische und zeitliche Dimension.
Früher war es lokal begrenzt, betraf eine oder ein paar Kulturen, heute ist es absolut global, und so wird auch der Crash sein ...


Extended Evolutionary Stable Strategy

(Hinweis: Wildwachstum -> Laissez faire !)


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Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 19 Jul 2019 20:53 #54167

@Philzer

Also Freud, der ist wirklich nicht mehr zeitgemäß und höchstens noch im historischen Kontext relevant.

Freuds Lehre, so formuliert es zum Beispiel Wolfgang Prinz, Direktor am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig, "ist keine Wissenschaft". [...] Eines, das nicht nur wissenschaftstheoretischen Grundprinzipien zuwiderläuft, sondern auch noch auf teilweise frisierten, teilweise frei erfundenen "Beobachtungen" basiert.


www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/150-j...aetzte-a-414462.html

(Man findet schier endlos viele weitere Belege...)

Damasio kenne ich nicht. Was ich bei einer kurzen Recherche gefunden habe... nunja... sagen wir umstritten.

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Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 19 Jul 2019 21:30 #54168

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Das 'Es'

Hi,

Arrakai schrieb: @Philzer

Also Freud, der ist wirklich nicht mehr zeitgemäß und höchstens noch im historischen Kontext relevant.

Damasio kenne ich nicht. Was ich bei einer kurzen Recherche gefunden habe... nunja... sagen wir umstritten.


Details sind überholt, nicht das Grundmodell der Psyche, wer sagt das? Opportunisten (Weltzernutzer) bestimmt :-)

Freud sagte irgendwann, sinngemäß: ich habe ein Modell gebaut, schön wäre wenn man es biologisch erklären könnte.

Und genau dies können wir heute!
(was auch Dein Link macht, nur will er es so hinstellen, als wäre Freud da nicht ein Wegbereiter gewesen)

Damasio (praktizierender Hirnchirurg) hat m.E.n. nach auch genau dies geleistet.
Damasio hatte im Gegensatz zu Freud den Vorteil, das er immer schauen konnte: dieses Areal defekt -> die und die Folgen.

Damasio nennt Freuds 'Es' das Kernbewusstsein (Fühlen, Qualia, Sein in einer Mikrozeit), das erweiterte Bewussstein (Denken, autobiografisches Selbst etc) ist Freuds 'Ich'. Ich habe beim Lesen oft gedacht, wie genial Freud dies oder jenes doch vorweggenommen hat ....

... übrigens Hegel hat in 'Herr und Knecht' (Phänomenolgie des Geistes) auch schon Freud vorweggenommen, allerdings in seiner verschwurbelten Sprache ...

Ein schönes Beispiel zum 'Es' erläutert Harry hier:


Warum wir unsere Meinung (fast) nie ändern



Alle Fortschritte, wie auch der gerade von Harry erklärte Erkenntnisfortschritt, bestätigen im Grunde das Strukturmodell Freuds.

(außer in Details, aber das ist nicht von Belang!
... ich mochte bspw. Freuds Todestrieb nie, und der ist mittlerweile durch das von Biologen beschriebene Handycapprinzip wesentlich besser erklärt,
an Freuds Instanzenmodell ändert das aber einfach gar nichts,
von Metzinger gibt es auch Kritik an Freud, sind aber alles Details die für das wirklich Wichtige an Freuds Erkenntnis nicht relevant sind ...)


.... man sieht das auch schön an dem von Dir verlinkten, dort geht es nur um 'Fertigmachen', die Leistung, das Instanzensystem, wird totgeschwiegen oder partiell nur anderen zugeschrieben, klar, man will ja weiter Offroader bauen und kaufen, weiter Opportunismus leben, und der ist eben aus dem Fühlen, dem 'Es', gespeist


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Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 20 Jul 2019 00:04 #54179

Philzer schrieb: [ .... Ein Fehlschluss.
Alle je existierenden Formationen waren oder sind Werk der Menschen.
Die Menschheit hat sich im 20. Jhrdt. für den Kapitalismus entschieden. ....

Das ist definitiv falsch, bereits Caesar hat ein kapitales Imperium betrieben - und wie Du aus einer Rotte von indigenen Primaten eine sich "entscheidende Menschheit" generierst, bleibt wohl auch Dein Beobachtergeheimnis. :-)

Philzer schrieb: ...Freud: ... das 'Es' scheint die Zeit nicht zu kennen ... .....

Da formuliert der atheistische Wirrkopf aber trefflich, 'Es' kennt sie nicht nur nicht, 'Es' ist sie - und hinzu fehlt 'Es' ihm an Selbstreflexion. - Wobei es schon klar sein sollte, dass des 'Es' Instanz vom Sein abstammt und nicht des Personalpronomens 'Ich' dritte Person sächlich abbildet. ;)

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Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 20 Jul 2019 19:28 #54208

hier stand mal was anderes und wenn unser Mod Erbarmen zeigt, steht hier bald nichts mehr :whistle:

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Letzte Änderung: von Eternal Love. Begründung: Doppelpost respective Kettenpost (Notfallmeldung) an den Administrator

Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 20 Jul 2019 19:55 #54209

Philzer schrieb: ...Freud: ... das 'Es' scheint die Zeit nicht zu kennen ... .


Eternal Love schrieb: Da formuliert der atheistische Wirrkopf aber trefflich,


Wo er Recht hat, hat er Recht,

Der Mensch ist eben ein »unermüdlicher Lustsucher«, und jeder Verzicht auf eine einmal genossene Lust wird ihm sehr schwer.
Sigmund Freud

Was nun Jeder als Lust empfindet, steht auf einem anderen Blatt. ;) :evil:


Eternal Love schrieb:

hier stand mal was anderes und wenn unser Mod Erbarmen zeigt, steht hier bald nichts mehr :whistle:



Denke ma dein Beitrag wurde in deinen vorherigen Post nach oben verschoben, um Kettenposts zu vermeiden.
Oder, weil Du vielleicht Philzer ein bisschen provozieren wolltest ?
Nun ja, das "ES" halt, :lol: der Lust zu widerstehen ist halt schwer.


Meine obige Antwort bezieht sich auf diesen Beitrag.

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Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 21 Jul 2019 12:24 #54239

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Das kognitive Defizit , die kognitive Differenz

Hi,

Eternal Love schrieb:

Philzer schrieb: ...Freud: ... das 'Es' scheint die Zeit nicht zu kennen ... .....

Da formuliert der atheistische Wirrkopf aber trefflich,


Es geht schlicht darum das physikalistische, grundlegende an Freuds Erkenntnis zu begreifen!

D.h. den Widerspruch im Sein, zwischen einer vierdimensionalen/kausalen Welt (Mesokosmos) und einem Erkenntnisapparat ('Es'; Kernbewusstsein; das Unbewusste ...) der diesbezüglich prinzipiell (quasi substanziell) defizitär in derselben ist!

Das ist die Crux.
Das 'Es' ist irrational, d.h. es kann keine Ziele vorgeben, es kann nur gegen unendlich gehende Strebungen generieren ...


mvg Philzer

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Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 21 Jul 2019 12:58 #54240

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Alphatiere

Eternal Love schrieb:

Philzer schrieb: [ .... Ein Fehlschluss.
Alle je existierenden Formationen waren oder sind Werk der Menschen.....


Das ist definitiv falsch, bereits Caesar hat ein kapitales Imperium betrieben -


Um Recht zu behalten müsstest Du also die Alphatiere von der Menschheit ausnehmen?
Caesar u.a. also Aliens die uns (Menschheit) fremdbestimmen?

Auf die intellektuelle/theoretische Diskrepanz, die ich hier bspw. mit Hannah Arendt habe, habe ich hier hingewiesen .

Eternal Love schrieb: und wie Du aus einer Rotte von indigenen Primaten eine sich "entscheidende Menschheit" generierst, bleibt wohl auch Dein Beobachtergeheimnis. :-)


Das die Gesellschaften von den Alphatieren 'gemacht' werden ist eine Tatsache.

Des weiteren ist Tatsache, dass 'die Anderen' keine Gemeinsamkeit im Denken hinbekommen.
Weil sie, ebenfalls wie die Alphatiere - nur eben deren instrumentelle Vernunft nicht besitzend, nur Fühlwollend mit mehr oder weniger esoterischen Bewusstseinsinhalten im Sein sind.

D.h. jeder will irgendwie dann doch wieder etwas Anderes, sie können auf Grund ihrer Bewusstseinsstufe keine Einheit im Denken (Vernunft als Prinzip) herstellen (Falsifikation des Marxismus) weshalb es immer wieder in das Prinzip des Stärkeren zurückfällt.

Denn dort herrscht die Einzige bewusstseinsmäßige Kompatibilität über alle.


Hannah Arendt:

Volk bestraft nicht Tyrannei, sondern Schwäche.

Deshalb bestrafen sie auch die Tyrannei des Kapitals nicht, egal ob sie gerade ihre Kulturen oder gar den Planeten zerstört, solange sich das Kapital eben keine Schwäche leistet, d.h. genügend Macht generieren kann um sich im Sein zu halten. o.s.ä. ...


mvg Philzer

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Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 21 Jul 2019 21:18 #54259

Philzer schrieb: ....
Um Recht zu behalten müsstest Du also die Alphatiere von der Menschheit ausnehmen?
Caesar u.a. also Aliens die uns (Menschheit) fremdbestimmen? ...

Wenn es konkrete Täterbanden gibt, wie etwa Kriegsverbrecher, Zuhälter, Sklavenhändler und -halter, oder struktur-funktionell Kapitaleigner, so ist es wenig sinnvoll eine ganze Spezies in Haftung zu nehmen, insbesondere wenn die Täter überwiegend der Herrenrasse angehören, also Primatenmännchen sind, die ihre überlegene Macht missbrauchen. Gerechtigkeit fordert hier, die Opfer zu trösten und zu stärken, die Täter hingegen gehörig zu züchtigen.

Philzer schrieb: ....
Das die Gesellschaften von den Alphatieren 'gemacht' werden ist eine Tatsache. ...

Ist imo falsch. Biologische und soziale Systeme sind strukturell gekoppelt und verfahren als geschlossene, selbstreferentielle Systeme nach jeweils ihrer eigenen Maßgabe Autopoiesis. Insofern ist jedes an ein biologisches System gekoppeltes psychisches System potentiell gleichberechtigt, wenngleich freilich, wie die Differenz Herrenrasse/Königinnenrasse exemplarisch belegt, es über Bandenbildung möglich ist, die originären Eignerinnen der Reproduktionsorgane gewaltsam durch Unterdrückung zu enteignen und anschließend gar noch die eigne Drohnenklasse zu den Eigner der Produktionsmittel zu vergaukeln.

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Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 21 Jul 2019 21:31 #54261

Ok, Freud ist nicht mehr zeitgemäß, aber Einstein schon (schmunzel).. Das gefällt mir immer besser hier...

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Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 22 Jul 2019 09:02 #54271

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Ich finde es am interessantesten, wenn hier Meinungen geäußert werden, welche den eigenen persönlichen Einschätzungen folgen und sich nicht immer nach großen Experten halten. Natürlich beeinflussen deren Lehren auch die eigenen persönlichen Einschätzungen, aber ab und zu sollten auch die ureigensten Gedanken hier ausschlaggebend sein, das macht es besonders interessant.
Das soll kein Argument gegen die großen Gelehrten sein.

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Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 22 Jul 2019 22:40 #54307

Philzer schrieb: ... inwiefern sich Soziologie mit den Folgen der Ignoranz von Kausalität, dem Wild-Wachstumsproblem an sich, also dem Kurzeitverhalten (Eibesfeldt) dieser Spezies beschäftigt hat, weiß ich nicht, ich schrieb Soziobiologie ...

Wikipedia schrieb: Soziologie ist eine Wissenschaft, die sich mit der empirischen und theoretischen Erforschung des sozialen Verhaltens befasst, also die Voraussetzungen, Abläufe und Folgen des Zusammenlebens von Menschen untersucht.

Soziobiologie überschätze die biologische Determiniertheit menschlichen Verhaltens und setze bestimmte, empirisch nicht überprüfbare Ereignisse in der Evolution als gegeben voraus. Soziobiologen sollen Ungleichstellung von Menschengruppen als naturgegeben und unumgänglich verstehen, da menschliches Verhalten für sie biologisch determiniert sei. Soziobiologen postulieren natürliche Geschlechtsunterschiede oder Unterschiede zwischen Ethnien als Erklärung für Machthierarchien

Ich halte mich lieber an Wissenschaft , also Soziologie .
Zum anderen bietet Verhaltensökonomie einen Weg aus der momentanen Sackgasse .
Was kann Soziobiologie den Menschen an Entwicklungspotenzial liefern ? NIX !!

www.zeit.de/wirtschaft/2017-10/wirtschaf...ht-an-richard-thaler

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Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 23 Jul 2019 18:12 #54342

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Gegen das Fühlwollen und den damit gelebten und legitimierten Opportunismus

Die Fortführung der Sorglosigkeit

(Lebensraumübernutzung auf allen Gebieten/ in allen Formen)

Hi,

Philzer schrieb: ... inwiefern sich Soziologie mit den Folgen der Ignoranz von Kausalität, dem Wild-Wachstumsproblem an sich, also dem Kurzeitverhalten (Eibesfeldt) dieser Spezies beschäftigt hat, weiß ich nicht, ich schrieb Soziobiologie ...


Auf diese Frage von mir bist Du eine Antwort schuldig geblieben.
Zufall?

heinzendres schrieb:

Wikipedia schrieb: Soziologie ist eine Wissenschaft, die sich mit der empirischen und theoretischen Erforschung des sozialen Verhaltens befasst, also die Voraussetzungen, Abläufe und Folgen des Zusammenlebens von Menschen untersucht.


Das ist aber keine Antwort auf meine Frage ob Soziologie auch das Wildwachstum, gesteuert aus dem 'Es', zum Thema hat ...


Wiki:

Die Soziobiologie ist ein evolutionsbiologisch orientierter Zweig der Verhaltensbiologie

Also ist es Wissenschaft.
Eine der Neuesten, die Biologie selbst ist ja noch eine relativ neue Wissenschaft!

heinzendres schrieb: Soziobiologie überschätze die biologische Determiniertheit menschlichen Verhaltens und setze bestimmte, empirisch nicht überprüfbare Ereignisse in der Evolution als gegeben voraus.


Du gehst also im Gegensatz dazu von Vernunft als dominierendem Faktor aus. :-)
Wo sind die Ergebnisse?

Wiki:

Die Soziobiologie geht von einer unbegrenzten Replikations­tendenz (Vermehrungstendenz) der Gene aus.

Die Bevölkerungsexplosion multipliziert mit der Konsumexplosion (bis zum Verschwendungswahn - siehe Offroader) ist also Deiner Meinung nach Ergebnis von Vernunft.
Ich denke das dreidimensionale 'Es', die irrationalen Triebe des Kernbewusstseins dafür verantwortlich zu machen, (unter Versklavung der Vernunft als nur instrumentelle Vernunft) ist ein Stück näher an der Wahrheit.

heinzendres schrieb: Soziobiologen sollen Ungleichstellung von Menschengruppen als naturgegeben und unumgänglich verstehen, da menschliches Verhalten für sie biologisch determiniert sei. Soziobiologen postulieren natürliche Geschlechtsunterschiede oder Unterschiede zwischen Ethnien als Erklärung für Machthierarchien


Was heißt sollen? Wo ist die Quelle.

heinzendres schrieb: Soziobiologen sollen Ungleichstellung von Menschengruppen als naturgegeben und unumgänglich verstehen, da menschliches Verhalten für sie biologisch determiniert sei. Soziobiologen postulieren natürliche Geschlechtsunterschiede oder Unterschiede zwischen Ethnien als Erklärung für Machthierarchien


Das ist die gelebte Realität, bspw. in vielen kollektiven Mythen.
(Unterdrückung der Frau, Alleinstellungsideologie: Geringschätzung der Anderen - das sind dann immer die Ungläubigen (statt bspw. Andersgläubigen).
Und dort findest Du auch die entsprechenden Machthierarchien.
Das ist übrigens keine Aussage darüber ob dies 'Gut' oder 'Richtig' sei, sondern eine nackte Feststellung mit mittlerweile fundiertem Hintergrundwissen über das 'Warum'.
(Damasio: 'Ich fühle also bin ich' bspw.)

heinzendres schrieb: Ich halte mich lieber an Wissenschaft , also Soziologie .


Du meinst indem Du die anderen Wissenschaften, Biologie und ihre neuen Teilgebiete, ausklammerst?

heinzendres schrieb: Zum anderen bietet Verhaltensökonomie einen Weg aus der momentanen Sackgasse .


Ja, das sehen wir von Klimagipfel zu Klimagipfel.
Passieren tut nichts:
Hinkelammert: Das Unverzichtbare ist nutzlos
(Hinweis: für den Kampf des subjektiven Nutzenkalküls)

Es werden immer mehr, und ihre Autos immer größer.
Die Offroaderfahrer wählen nun Grün und wechseln zu E-SUVs.
Religiöse Ersatzhandlungen.

Kommen Vorschläge zum real machbaren Umstieg?
Doch höchstens von mir:

Normauto

E-Fahrrad statt SUV

Von Euch - nichts.
Da werden Traumgebäude aufgebaut, alles müsste mit Seilbahnen gemacht werden etc etc.
Das wirklich sofort Machbare aber will natürlich niemand.
Wo bleibt Deine Vernunft außer im Fühlwollen - was eben keine ist - sondern Unvernunft.

Hoffnung ohne Hypothesen (Hypothese = Wissenschaft) ist nichts anderes als die Fortführung der Sorglosigkeit aus dem nichtselbstbewussten Leben. - Philzer

heinzendres schrieb: Was kann Soziobiologie den Menschen an Entwicklungspotenzial liefern ? NIX !!


Doch:

1. sie erklärt exakt warum die Spezies so ist, und wie schwer deshalb eine Änderung sein wird
2. sie kann die Notwendigkeit einer Diktatur der Vernunft (Freud) aufzeigen

heinzendres schrieb: www.zeit.de/wirtschaft/2017-10/wirtschaf...ht-an-richard-thaler


Ich kann dort außer BlaBla leider nichts finden?
... da ist ja Greta weiter .... sry


mvg Philzer

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Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 23 Jul 2019 18:41 #54346

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Autopoiesis und EESS


Hi,

Eternal Love schrieb:

Philzer schrieb: ....
Um Recht zu behalten müsstest Du also die Alphatiere von der Menschheit ausnehmen?
Caesar u.a. also Aliens die uns (Menschheit) fremdbestimmen? ...

Wenn es konkrete Täterbanden gibt, wie etwa Kriegsverbrecher, Zuhälter, Sklavenhändler und -halter, oder struktur-funktionell Kapitaleigner, so ist es wenig sinnvoll eine ganze Spezies in Haftung zu nehmen, insbesondere wenn die Täter überwiegend der Herrenrasse angehören, also Primatenmännchen sind, die ihre überlegene Macht missbrauchen. Gerechtigkeit fordert hier, die Opfer zu trösten und zu stärken, die Täter hingegen gehörig zu züchtigen.


Emotionale Wunschträume der Schwachen erklären 1. die Welt nicht, und können sie 2. auch nicht ändern. :)

Ich kann die Welt wenigstens erklären, ändern natürlich auch nicht. :)

Also: Deine Antwort ist ziemlich nichtssagend/rhetorisch?

Eternal Love schrieb:

Philzer schrieb: ....
Das die Gesellschaften von den Alphatieren 'gemacht' werden ist eine Tatsache. ...

Ist imo falsch. Biologische und soziale Systeme sind strukturell gekoppelt und verfahren als geschlossene, selbstreferentielle Systeme nach jeweils ihrer eigenen Maßgabe Autopoiesis. ....


Richtig.
Es muss also etwas geben, was diese Formationen über die Jahrtausende zusammenhält!
Und das findet man in der Psyche.
(das konnte Marx als Gutmensch-Philosoph noch nicht wissen, Freud hätte 100 Jahre vor ihm sein müssen ... o.s.ä.)

Der Opportunismus als oberste Bewusstseinsstrebung (Kernbewusstsein) ist es.

Dialektische Einheit von Volk und Herrscher

Und deshalb funktionieren eben nur solche Sozialisationen als Autopoiesis, welche die irrationalen Strebungen aus dem 'Es' mit berücksichtigen, einbauen!

Im Tierrreich fanden Biologen vergangenes Jahrhundert die ESS als stabile Funktionseinheit.
Um nun auch größere Massen (weit über dem evolutionären Nahhorizont einer ESS hinaus) zu stabilisieren, brauchte es neue 'Stabilitätsmaßnahmen'.

- eine Alleinstellungsideologie (koll. Mythos; im Pantheismus der Bourgeoisie die Meinung -> individualisierter Mythos -> esoterischer Pluralismus)
- ein divide et impera
- ein laissez faire

Das Ganze nenne ich mittlerweile EESS - extended evolutionary stable strategy


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Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 13 Aug 2019 00:43 #55283

High Philzer,
statt nichtssagend/rhetorisch ziehe ich descriptiv/pragmatisch vor. ;)
Mit dem psychischen System haben Wir die Beobachtungstrinität: biologisch/soziologisch/psychologisch - also circulär nicht hierarchisch - wenn es ein morphogenetisches Centrum gibt, dann ein eternales :P
EL@g24h
i

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Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 13 Aug 2019 11:33 #55314

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Hi Etermal Love,

Eternal Love schrieb: High Philzer,
statt nichtssagend/rhetorisch ziehe ich descriptiv/pragmatisch vor. ;)


Das geht schon überhaupt nicht zusammen!

Descriptiv heißt das Ganze systematisch (Systematizität) verstehen/beschreiben wollen.
(durch Hypothesen, Modelle)
-> der Versuch das Sein zu verstehen

Pragmatisch heißt immer nur nach eigenem Nutzenkalkül in der Welt herumgieren/herumfühlwollen.
Normale Bewusstseinsstufe der Spezies.
-> einfach nur im Sein sein (wie Tiere, Pflanzen etc auch)


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Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 13 Aug 2019 15:11 #55326

Ach Philzer, Du bist einfach ein Sprach-Diktator, der die eigene höchst individuellen Wort-Definitionen anderen aufdrückt und wie ein Oberlehrer mit dem Rotstift anstreicht, wenn man nicht nach Deiner höchst merkwürdigen Pfeife tanzt. Aber Du kannst ja nichts dafür, weil dieses egozentrische Verhalten von Deiner Amygdala gesteuert ist, gegen die Du 3D-Mensch machtlos bist ;)

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Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 13 Aug 2019 16:44 #55339

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Systematizität (Wissenschaftlichkeit) versus Meinungsnihilismus=Pragmatismus=Okkasionalismus u.v.a.m. ...

Hi,

Martin-O schrieb: Ach Philzer, Du bist einfach ein Sprach-Diktator, der die eigene höchst individuellen Wort-Definitionen anderen aufdrückt


Die Wurzeln des Pragmatismus

Ich denke das trifft es schon ganz gut, und stimmt vor allem mit der beobachtbaren Realität (Weltzernutzung) voll überein.

Martin-O schrieb: Aber Du kannst ja nichts dafür, weil dieses egozentrische Verhalten von Deiner Amygdala gesteuert ist, gegen die Du 3D-Mensch machtlos bist


Das ich gegen Euch 8 Milliarden, die bald noch viel viel mehr sein wollen, machtlos bin, ist richtig.
Deshalb mache ich ja deskriptive Phil.


mvg Philzer

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Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 13 Aug 2019 18:50 #55363

Nein Philzer, das trifft es nicht. Pragmatisch ist etwas, das auf das Handeln bezogen ist, das hat mit Pragmatismus erstmal nichts zu tun, sondern ist eine Kritik an Deinen Ausführungen, die nicht an der Realität anknüpfen, sondern an Marx und Freud + co. Fakten interessieren Dich weniger, die stören nur Deine Theorie. Deine Selbstwahrnehmung und wie andere Dich wahrnehmen klafft weit auseinander.
Selbst wenn es um Pragmatismus ginge: Das ist noch nicht das Gleiche wie Utilitarismus, denn beim Pragmatismus gibt es viele Spielarten. Und Utilitarismus ist sicher das, was wir alle mit der Muttermilch eingesogen haben, das gehört zur Moderne und auch zur Postmoderne dazu. Ich kann mich jedenfalls nicht davon freisprechen, auch wenn ich versuche, mir die Grenzen und Gefahren dieses Denkens bewusst zu machen. Aber auch da gibt es Unterschiede, wie groß der Horizont der Nützlichkeit ist: Ist es die eigene Person oder die gesamte Schöpfung?
Deine Sprachregelung ist also durchaus verfehlt und dient nur zur Immunisierung gegen Kritik: „Ich der weise Welterklärer – ihr die bösen Weltvernutzer.“ Darauf läuft doch alles bei Dir hinaus. Du benutzt Philosophie doch nur für einen Egotrip – das zu verdrängen ist eine Deiner Lebenslügen.
Ich kann das ohne Überheblichkeit sagen, weil ich mich da selber nicht freisprechen kann.
Natürlich bin ich auch dafür, geordnet zu reflektieren, aber Deine Systematizität ist mir zuwider. Denn die Wirklichkeit lässt sich nicht unter ein System zwängen. Schon die Physik hat Probleme mit einer einheitlichen Feldtheorie. Die Wirklichkeit ist so verschieden aufgestellt, man braucht viele Wissenschaften mit vielen Methoden, die sich nicht systematisieren lassen, man kann da nur eine Reihenfolge aufmachen, wie es Heisenberg in „Die Ordnung der Wirklichkeit“ gemacht hat. Deshalb bist Du auch nicht in der Lage, die unmittelbare Selbstwahrnehmung als etwas Eigenständiges wahrzunehmen und verbaust Dir so den Zugang zur realen Welt. Wir haben nur Brocken und Turbatverse, unsere Erkenntnis ist Stückwerk.
Das wird wunderbar in „Der Name der Rose“ beschrieben.
Systemisch zu denken ist ein Werkzeug, das man braucht, um die Welt beschreiben zu können. Und kann so als ein Teil des Nützlichkeitsdenkens angesehen werden. Einen Baum zB als den Baum wahrzunehmen, der er ist, nicht als ein Typ seiner Gattung, sondern al das einmaliges Lebewesen, das geschieht außerhalb der Systematizität, ja ist mir ihr gar nicht vereinbar. Die ist aber eine elementar wichtige Sache. Du bist doch mit Deiner Systematizität dem 3D-Denken verhaftet, Du kannst zwar über 4D schwadronieren, aber auf einer PRAGMATISCHEN Ebene kommst Du da nicht heraus. Das Leben ist das Primäre, die geordnete Reflexion darüber das Sekundäre.

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Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 13 Aug 2019 19:24 #55367

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Martin-O schrieb: Das Leben ist das Primäre, die geordnete Reflexion darüber das Sekundäre.


Das ist falsch, bzw. bleibt man so eben im Opportunismus stecken, weil Du das Handeln (in der pragmatischen Gier des subjektiven Nutzenkalküls) über das Handeln nach theoretischen Erkenntnissen über das Ganze/ das Sein stellst.

Du erlaubst nur instrumentelle Vernunft, die passt ins subjektive Nutzenkalkül.

Aber naja, mein Modell steht, und es wird tagtäglich quasi 'wahrer', ihr sorgt dafür. :-)


mvg Philzer

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Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 13 Aug 2019 22:47 #55378

Wer das Leben nicht als das Primäre ansieht, dem ist nicht zu helfen. Wer meint, Leben sei per se Opportunismus, der hat keine Ahnung vom Leben und ist ein bedauerliches Geschöpf bzw. ein Irrläufer und hat Null Kompetenz, über andere Menschen zu urteilen. Menschliches Leben ist immer auch Überschreitung des Lebens, das wird mit 3D / 4D nur unzureichend abgebildet.
Philzer, mir graust vor Dir – wie kann man das Leben nur so verachten? Ich wünsche Dir, dass Du aufwachst und Dein Gefängnis verlässt. Selbstgerechtigkeit / Überheblichkeit, Selbstimmunisierung gegen Kritik, und Einigelung in eine ideologische Zelle: dies ist eine fast unüberwindliche Mixtur. Du bist sicher weise wie Saruman, aber hast zuviel in den Orthanc geschaut, so dass Du nur noch zynisch vom Leben reden kannst.

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Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 18 Aug 2019 18:37 #55683

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Die Ode an das defizitäre Leben

Vorab. Ich wollte eigentlich gar nicht antworten, da Du aber nun wieder in allen Threads Deinen unwissenschaftlichen Fehdehandschuh reinwirfst, bleibt mir nun doch nichts anderes ... o.s.ä.

Martin-O schrieb: Wer das Leben nicht als das Primäre ansieht, dem ist nicht zu helfen. Wer meint, Leben sei per se Opportunismus, der hat keine Ahnung vom Leben und ist ein bedauerliches Geschöpf bzw. ein Irrläufer und hat Null Kompetenz,


Ja, den Ball gebe ich gern zurück.

Wer das Tierreich nicht verstanden hat, soll über das Menschenreich nicht philosophieren. - Philzer

Und da zählen wohl alle dazu, die eben nicht verstehen (wollen), das alle Lebensformen die nicht über einen vierdimensionalen Erkenntnisapparat verfügen - oder selbigem nicht Folge leisten können - wie diese bedauernswerte Spezies :) , nur reinen, quasi maximalen Opportunismus leben können.

D.h. man schmeißt einfach blind soviele Genkopien ins Sein wie irgend möglich und überlässt diese dem Kampf. (siehe Tier und Pflanzenreich, bei den R's: siehe Bürgerkriege; Youth Bulge etc.)
Da dies keine Langzeitstabilität hergeben würde, haben im Tier- und Pflanzenreich nur solche Räume überlebt, in denen sich ein Biotop herausgebildet hat, indem sich alle gegenseitig begrenzen. Permanentes Fressen und Gefressenwerden. (für Dich vmtl. die höchste Vorstellung von Vernunft)
Das ist das notwendige Korrektiv um trotz des kognitiven Defizits in diesem vierdimensionalen Sein sein zu können.

Bei den 3 komma X - dimensionalen Kulturen dieser Spezies (Eibesfeldt: Kurzzeitdenken) ist dieses Korrektiv der Zyklus Krieg-Frieden-Krieg .

Was ist daran nicht zu verstehen?

Martin-O schrieb: Menschliches Leben ist immer auch Überschreitung des Lebens, das wird mit 3D / 4D nur unzureichend abgebildet.


D.h. denkendes Leben ist für Dich gar kein Leben, sondern nur das dumme, triebgesteuerte, irrationale, defizitäre ist für Dich Leben?
Ok, das erklärt natürlich einiges.

Ich wüsste nicht was an meinem Modell unzureichend sein sollte?

Die Vermischung, besser gesagt die Versklavung der Vernunft durch die Irrationalität des Fühlens und Fühlwollens, also vmtl. das was Du 'Überschreitung des Lebens' nennst,
ist der ganze 'Quark' zwischen den beiden Negationspunkten. Kurz: Der Zyklus Krieg-Frieden-Krieg.

Martin-O schrieb: Philzer, mir graust vor Dir –


Ok, hatten wir auch schon:

Adorno:

... der Bürger aber ist tolerant,
seine Liebe zu den Leuten wie sie sind, *
entspringt seinem Hass gegen den wirklichen Menschen.


* Einfügung von mir: Opportunisten

Martin-O schrieb: wie kann man das Leben nur so verachten?


Ich verachte dreidimensional im Sein seiende * dieser Spezies, so wie Du die vierdimensionalen (systematischen, dialektischen Denker) verachtest.
* Fühlwollende


mvg Philzer

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Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 18 Aug 2019 19:25 #55685

Philzer

Adorno:

... der Bürger aber ist tolerant,
seine Liebe zu den Leuten wie sie sind, *
entspringt seinem Hass gegen den wirklichen Menschen.


Am Ende entpuppten sie sich dann noch als richtige Menschen […]; als solche, die Schmerz empfinden, Schmerz an der Zeit, Schmerz an der Welt, Schmerz am Menschen, Menschenschmerz, kurz, als solche, mit denen man reden kann.

Hugo Kükelhaus

;)

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Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 19 Aug 2019 00:15 #55711

@ Philzer
Ich stimme Dir zu, unser Kampfmodus ist nicht sehr fruchtbar. Ich war einfach entsetzt, dass Leben für Dich sekundär ist. Wir reden wohl aneinander vorbei, jedenfalls hat das, was ich geschrieben habe, fast nichts mit dem zu tun, was Du dabei vermutest.
In diesem Thread geht es um den Menschen, ob er grundsätzlich in die Irre läuft. Das beschreibst Du mit 3d, das erzählen die Mythen in doppelter Weise: in der Selbstzerfallenheit des Menschen und in seinem gestörten Welt-Verhältnis. In der christlichen Tradition ist das mit dem transmoralischen Begriff „Sünde“ belegt, der aber in der Neuzeit moralisch verflachte und nicht mehr verständlich ist.
Ich finde Dein Modell defizitär, weil es eben nur ein beschreibendes Modell ist. Bei aller Dynamik ist es mir zu statisch.
Wenn wir uns einig sind, dass der Mensch in die Irre läuft, und das nicht nur ab und zu, sondern als etwas, was zu seinem Wesen irgendwie dazu gehört: Dann kommt man um die Frage nicht herum, wie man damit umgeht.
Du machst es wie Freud: Bis ins Unendliche analysieren. Freuds Tiefenpsychologie versuchte an die Ursachen ranzukommen, brauchte dafür Jahre mit einem Patienten und heraus kam sehr wenig. Verhaltenstherapie zB (wenn sie angesagt ist) kann in wenigen Sitzungen 100 mal mehr erreichen als Freud es in 2 Jahren konnte. Inzwischen arbeiten fast alle Psychologen mit Methodenpluralität und wenden das an, was zum Patienten passt – darunter kann auch mal ein tiefenpsychologischer Ausflug sein.
Das Letzte ist bei diesem Ansatz nicht die Analyse, sondern das Umgehen mit den Problemen.
Dies kann man auch auf den Menschen insgesamt beziehen. Die Analyse ist nur ein Werkzeug; der Mensch, die Welt, das Leben: Das ist das Primäre, auf das sich Reflexionen beziehen.
Die Frage bleibt: Wie geht man mit einem verkorksten Wesen um, das wohl nicht anders kann, als in die Irre zu laufen – zumal man es selbst ist!
Die Antwort, die Menschen schon immer darauf gegeben haben: Das Leben als dieser irreläufender Mensch muss beendet werden. Der Mensch muss weg, er hat sein Leben auf dieser Erde verwirkt, er muss sterben.
Vielleicht kannst Du dem ja auch noch irgendwie zustimmen.
Nun wurde dieses Unterfangen nicht brutal-physisch begangen, sondern rituell. Das interessiert Dich nicht, deswegen sage ich dazu auch nichts Näheres.
Zielpunkt ist aber immer eine Ethik, die versucht, dieses Irrelaufen zu zügeln / zu überwinden.
Dies ist in den Religionen äußerst unterschiedlich konstruiert. Und wie Du ja immer feststellst: Die Meisten haben diese Konstruktionen doch nur für das „alte Leben“ benutzt (in Deiner Sprache: 3D-Mensch, der opportunistisch seiner Weltübernutzung frönt).
Doch ganz unwirksam ist das nicht gewesen.
Dies Ganze ist verknüpft mit dem Wesen menschlichen Handeln, das in der Tradition von dem geschieht, was gerade zu der Zeit und in dieser Kultur Sitte ist.
In der Sitte geht es um die Grundbedürfnisse des Menschen: Essen, Trinken, Schlafen (wohnen), Kleidung, Sexualität, soziale und politische Ordnung, …
Die Sitte gestaltet das in der Gestaltung wird es begrenzt. Unsere Katze will fressen, wenn ich noch dabei bin, den Napf zu füllen. Menschen warten, bis sich jeder an den Tisch gesetzt hat und man nimmt auch nur eine Portion und schlingt das nicht sofort herunter – und was es dergleichen an Tischsitten gibt. Das Ganze ist nicht statisch, sondern verändert sich ständig – und ist auch mannigfachen Gefährdungen ausgesetzt, aber letztlich kann man nicht nicht gestalten.
Die Sitte ist so ein Grundgerüst für das sich-selbst-töten (sich überschreiten), aber ist natürlich nicht alles. Es geht darum, dass man nur das tut, was absolut nötig ist., das man sich in dem beschränkt, was einem zusteht und sich in dem, was einem „gehörig“ ist, bewahrt, seine Würde bewahrt.
Seit der Aufklärung hat man diese Dinge nach und nach verlacht, ausgehöhlt und entsorgt. Aber so ganz kann man das nicht, wie gesagt, man kann nicht nicht gestalten.
Vor allem aber ist aus dem Blick geraten, dass es im Leben darum geht, sich selbst loszuwerden – und man nur so sich neu gewinnen kann. Übrig bleib die Selbstverwirklichung ohne diesen „Umweg“. Dazu gehört, dass in der Neuzeit das teleologische Denken entsorgt wurde – Bacon mit der Begründung, dass dies eine unfruchtbare Jungfrau sei – also dass man so die Welt nicht ausbeuten kann. Dies lief parallel mit der Entwicklung von Naturwissenschaft und Technik – in einem losen kausalen Zusammenhang. Dazu gehört, dass der Mensch (so zB Mendelssohn) als Rechthaber der Natur angesehen wurde („Mir und Mir allein kommt das Entscheidungsrecht zu, ob? und wie viel? Wem? wenn? unter welchen Umständen? ich zum Wohltun verbunden bin“, aus: Jerusalem). Die fixe Idee von den Menschenrechten bestimmt bis heute das Denken, eins der schlimmsten Ideen der Menschheit überhaupt.
Das war nicht zwangsläufig so, Johann Georg Hamann sprach dagegen vom Menschen als „Pflichtträger der Natur“.
Die Unmäßigkeit der Weltvernutzung heute hat so viele Wurzeln. In der Menschheits-Geschichte geschah das ja nicht gleichmäßig. Den Freiheitsbegriff der Neuzeit (als Summe der Rechte, die man hat – auch dazu gab es ein Gegenmodell: „Der Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht und jedermann untertan“) gab es auch im Spätmittelalter schon so ähnlich, ich kritisiere nur die Neuzeit besonders, weil wir in ihr leben.
Ich will nicht in alte Zeiten zurück, die man dazu ja verklären müsste, ich will das Grundanliegen, sich selbst loszuwerden, aufgreifen. Und dazu kann Deine Analyse (selbst wenn sie gut wäre) nichts sagen.
Leben bleibt aber nur durchs Sterben wach, wer immer nur um sein ego (=Nutzenkalkül) kreist, der ist schon tot, nur wer sein ego ständig tötet, lebt.
Das nenne ich: Das Leben überschreitet sich selbst.
Davon hast Du eben keine Ahnung, es ist absolut lächerlich, welche Unterstellungen Du da rauslässt.
Wo kommt von all dem auch nur ein Fitzelchen in Deinen Modellen vor? Wo kommt vor, dass menschliches Handeln durch seine Sittlichkeit (im Sinne von Sitte) geformt ist? Hat die Gestaltwerdung des Menschen bei Dir irgendwie Platz?
Wenn nein, dann ist Dein Modell defizitär.
Hier reden wir einfach aneinander vorbei.
Dein System zu verstehen, ist nicht schwer. Ich lehne es ab, weil es
a) viele sachliche Fehler enthält und Spekulationen mit Fakten verwechselt (sachliche Ebene)
b) Einzelaspekte hochstilisiert und viele andere Dinge ausblendet (systematische Ebene)
c) seine Erklärungsstärke maßlos überschätzt (Deutungs-Ebene) und
d) Resignation zementiert (Handlungs- bzw. Hoffnungs-Ebene).
4D-Menschen verachte ich nicht (es gibt ja keine, die Menge dieser Menschen ist leer – wie könnte ich sie verachten?), ich verspotte nur die, die meinen, sie wären 4D.
Ich blicke mitleidig auf Deine Modelle wie heutige Psychologen auf Freuds Tiefenpsychologie. Witzig, dass Du alle Deine Kritiker auf die Couch legst und sie in der Phase der Abwehr fixierst. Es ist so langweilig, wenn es nicht so traurig wäre. Das Traurige ist, dass Du konstruktive Gespräch damit abwürgst. Das ist der Kampf, den ich kämpfe: Ich will Dich zu einem echten Gespräch herausfordern, zu einer Selbstreflexion provozieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du nicht dazu fähig bist.
Aber ich merke, dass ich scheitere, dass ich Dich nicht erreiche, - wir leben in verschiedenen Welten.
Vielleicht hilft ja zur Entspannung, anzuerkennen, dass der jeweils andere nicht in die eigenen Schablonen passt.

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Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 19 Aug 2019 20:45 #55749

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Der Mensch als Vorläufer der Vernunft, ein Archeopterix des Denkens ...

Hi,

Martin-O schrieb: Dein System zu verstehen, ist nicht schwer. Ich lehne es ab, weil es
a) viele sachliche Fehler enthält und Spekulationen mit Fakten verwechselt (sachliche Ebene)
b) Einzelaspekte hochstilisiert und viele andere Dinge ausblendet (systematische Ebene)
c) seine Erklärungsstärke maßlos überschätzt (Deutungs-Ebene) und
d) Resignation zementiert (Handlungs- bzw. Hoffnungs-Ebene).
e) 4D-Menschen ..... (es gibt ja keine, die Menge dieser Menschen ist leer – wie könnte ich sie verachten?), ich verspotte nur die, die meinen, sie wären 4D.


a.) ja welche? Du kannst keine benennen
es ist übrigens keine Spekulation sondern eine Hypothese, da Du so etwas nicht leisten kannst (sonst würdest Du es tun) möchtest Du das gern in einen Topf werfen ...
b.) das ist Grundlage um zu einem Modell zu kommen, das Wesen erkennen, statt sich in den unendlichen Phänomenologien zu verheddern ...
c.) keineswegs, ihr seid nur narzisstisch gekränkt und wollt weiter Opportunismus leben (bspw. unendlich viele Genkopien) ... o.s.ä.
d.) ebenfalls falsch, es sind Alternativen genannt, die natürlich für den Opportunist unannehmbar sind, nämlich die opportunistische Lebensweise zu überwinden
e.) wodurch Du dich für das Ende dieser Spezies aussprichst :)


mvg Philzer

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Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 19 Aug 2019 21:36 #55752

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Die Natur (wer oder was auch immer das sein mag) hat es - wie auch immer - fertiggebracht, sämtlichen von uns als solche bezeichneten Lebewesen einen Trieb zur Erhaltung der eigenen Art einzupflanzen. Das gilt für den Löwenzahn ebenso wie für die Meise oder den Menschen. Lediglich der Regenwurm pflanzt sich allein durch Spatenteilung fort.

Für mich ist es immer wieder ein nicht zu erklärendes Wunder, wenn ich Vögel beobachte, die ihre Jungen füttern. Welchen Nutzen hat das einzelne Exemplar, haben Mutter oder Vater Vogel, wenn sie ihre Brut durchbringen ? Eigentlich macht das doch nur Arbeit, Stress ohne Ende, Verzicht auf eigenes Vergnügen. Auf Pflege im Alter können sie nicht hoffen. Empfinden sie Freude, Genugtuung bei ihrem Tun ?

Die Ausgangsfrage "Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution" kann mit einem klaren Nein beantwortet werden. Evolution ist per Definition kein auf ein bestimmtes Ziel hin ausgerichteter Prozess. Folglich ist grundsätzlich jeder Weg erlaubt, demnach kann es auch keine Irrläufer geben. Oder etwa doch ?

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Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 19 Aug 2019 23:20 #55762

@ Philzer
a) Ich habe in diversen Thread Dir viele Irrtümer genannt, bis auf wenige Ausnahmen kam von Dir da nur Schweigen. Ich meinte nicht, dass Deine Konklusionen Spekulationen sind, sondern das, was Du als Faktenbasis nimmst.
b) Ein System, dass viele Aspekte ausblenden muss, um zu bestehen (so wie Deines) ist schon so gut wie falsifiziert.
c) Jemand wie Du, der mit einer Handvoll „Fakten“ die ganze Welt erklärt, ist irgend etwas zwischen Esoteriker und Verschwörungstheoretiker. Dazu passt, dass jemand, der Dich kritisiert, gleich ein ganz Böser und Dummer ist.
d) Du betonst ständig, dass diese Spezies nicht anders kann, es also keine wirkliche Alternative gibt, dann wie das Wort sagt: Dann müsste man (als ein anderes Wesen) neu geboren werden. Dass ein Erwachsener Mensch neu geboren werden kann, davon hast Du als Meister in der Welt keine Ahnung.
e) Ja sicher, diese Spezies wird untergehen, ob sie komplett in den nächsten 300 Jahren ausstirbt durch die Folgen der div. Ökokrisen, sei dahin gestellt. Ich spreche mich aber nicht dafür aus.
Philzer, Du erweist Dich als Kind der DDR:
1) Dein Antisemitismus
2) Dein Grundsatz, die Partei = Philzer hat immer Recht.
3) Der Absolutheitsanspruch des dialektischen Materialismus.
4) Die Definition, dass alle Kritiker Klassenfeinde (=3D, opportunistische Weltvernutzer) sind.
5) Sachliche Kritik wird gar nicht wahrgenommen und immer mit den gleichen Stereotypen „beantwortet“
6) Die Unfähigkeit, über die eigene Systemgrenze hinaus zu denken.
7) Kapitalismus und Demokratie sind für Dich die Erzfeinde
Du hast natürlich mit dem Einbau von Freud, Damasio und dgl. eine Variation gebildet. Aber sonst bist Du in den gleichen Mustern geblieben und hast opportunistisch das nachgeplappert, was Dir als Kind eingetrichtert wurde.

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Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 19 Aug 2019 23:41 #55764

Philzer schrieb: Hi Etermal Love,

Eternal Love schrieb: High Philzer,
statt nichtssagend/rhetorisch ziehe ich descriptiv/pragmatisch vor. ;)


Das geht schon überhaupt nicht zusammen!

Descriptiv heißt das Ganze systematisch (Systematizität) verstehen/beschreiben wollen.
(durch Hypothesen, Modelle)
-> der Versuch das Sein zu verstehen

Pragmatisch heißt immer nur nach eigenem Nutzenkalkül in der Welt herumgieren/herumfühlwollen.
Normale Bewusstseinsstufe der Spezies.
-> einfach nur im Sein sein (wie Tiere, Pflanzen etc auch)


mvg Philzer


High Philzer,
Descriptiv heißt einfach beschreibend - ja und mit pragmatisch, hatte ich mich vergriffen, allerdings war ich zum Editieren zu lässig, programmatisch war gemeint, allerdings pragmatisch mit ein bißchen Bereitschaft zum Verstehen sollte pragmatisch auf dem Dreiklang synthactisch, semantisch, pragmatisch auch so gerade noch hinreichen. ;)

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Ist der Mensch ein Irrläufer der Evolution? 20 Aug 2019 11:43 #55783

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